"...aus dem Rathaus"

vom 15.05.2026

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

inmitten eines andauernden Krieges setzen die Bürger der Stadt Zell (Mosel) gemeinsam mit dem German-American Institute (GAI) und dem Verein Blau-Gelbes Kreuz e. V. ein starkes Zeichen der Menschlichkeit: Durch ihre Spenden wurde ein leistungsstarker 100-kW-Stromgenerator für ein Kinderkrankenhaus in Ternopil (Ukraine) bereitgestellt.

Gruppenfoto anlässlich der Spende des Stromgenerators für Ternopil.
Der gespendete Stromgenerator für Ternopil.
Gruppenbild im Lager des Blau-Gelben Kreuzes.
Im Lager des Blau-Gelben Kreuzes.
Besucher im Lager des Blau-Gelben Kreuzes.
Rundgang im Lager des Blau-Gelben Kreuzes.

In Gegenwart der Helfer des Blau-Gelben-Kreuzes mit der Leiterin und Honorarkonsulin der Ukraine, Frau Linda Mai, der Projektleiterin Nadiia Khmeliuk und dem Ehepaar Danika Hoffmann und Floyd Olive von GAI, Minnesota, übergab Stadtbürgermeister Hans-Peter Döpgen den gespendeten großen Generator.

Der Generator, finanziert durch Spenden von Zeller Bürgern und der USA, ist inzwischen sicher vor Ort angekommen und versorgt das Stadtkrankenhaus Ternopil Nr. 2 mit Geräten für die Kinder- und Babypflege, sodass diese unabhängig vom zentralen Stromnetz betrieben werden können. Das medizinische Personal des Krankenhauses Ternopil sendet den Spendern herzliche Grüße und dankt Ihnen im Namen aller Familien, deren Kinder dank Ihrer Hilfe die notwendige medizinische Versorgung erhalten können.

Die Bürgerinnen und Bürger von Ternopil brauchen diese Hilfe dringender denn je, da sie seit der großangelegten Invasion am 1. Mai die heftigsten Angriffe erlebt haben und hierdurch der Großteil der Stadt ohne Strom war. Hier konnte der Generator bereits in den Einsatz gehen.

An diesem Tag wurden über 50 „Shahed“-Drohnen über Ternopil gesichtet. Etwa 20 davon explodierten, beschädigten die Infrastruktur und verletzten Menschen. Wenn Strom ausfällt, steht im Krankenhaus alles still – außer der Angst der Menschen. Mit diesem Generator schenken wir ein Stück Sicherheit, Verlässlichkeit und vor allem Hoffnung.

Die Not in Ternopil ist weiterhin groß. Krankenhäuser kämpfen mit steigenden Patientenzahlen, fehlenden Medikamenten und den Folgen des Krieges, der auch fernab der Front täglich spürbar ist. Besonders Kinder, werdende Mütter und schwerkranke Menschen sind auf eine stabile Versorgung angewiesen.

Die Hilfe aus Zell ist dabei kein einmaliges Zeichen: Bereits in den vergangenen Monaten wurden Weihnachtspakete und Hilfsgüter versendet und gezielte Unterstützungsaktionen für besonders schutzbedürftige Frauen organisiert. Hinter all dem steht die große Hilfsbereitschaft vieler unserer Bürgerinnen und Bürger.

Diese Unterstützung zeigt, dass Mitgefühl und Verantwortung keine Grenzen kennen. Wir lassen die Menschen in Ternopil nicht allein. Weiterhin nimmt die Stadt Zell für vielfältige Hilfe für die Menschen in Ternopil Spenden entgegen.

Spenden können Sie weiterhin auf das Konto der Verbandsgemeindekasse Zell (Mosel), IBAN DE 67 5875 1230 0006 0294 09.
Bitte als Verwendungszweck angeben: „Spende für Ternopil“

Jeder Euro kommt ohne jede Verwaltungskosten bei den Bedürftigen im Kriegsgebiet an. Wir hoffen auf weitere Spenden, um zusätzliche Generatoren und dringend benötigte medizinische Hilfsgüter bereitstellen zu können.

Zeichnung von Kindern aus Ternopil.

Diese Zeichnung fertigten Kinder aus Ternopil. Sie zeigt die Verbundenheit der Ukraine mit ihren blau-gelben Farben und Deutschland mit ihren schwarz-rot-goldenen Flaggenfarben.  

Eine sehr interessante Fotodokumentation zu den Verhältnissen in Ternopil und die Hilfen der Stadt Zell (Mosel) sowie der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (GAI), Minnesota, können Sie über den folgenden Button aufrufen:

MoselPark Zell

Der Umbau des Moselvorgeländes zum „MoselPark Zell“ nimmt weiter Formen an. Nachdem durch die winterlichen Witterungsverhältnisse die Baustelle auf weiteres Material wartete, sind nunmehr die benötigten Steine und Treppenstufen geliefert und werden eingebaut.

Im Rahmen der Böschungsarbeiten musste auch der Aufnahmeschacht für den Kirmesbaum ausgebaut werden. Er wird an anderer Stelle im Gelände neu eingebaut. Dies bedeutet allerdings, dass in diesem Jahr leider kein Kirmesbaum in der Baustelle aufgerichtet werden kann. Der Festzug am Freitag des Weinfestes wird dennoch durch die Stadt gehen und den Kirmeskranz in diesem Jahr zum „Schwarze-Katz-Brunnen“ bringen.

Ganz ohne traditionelles Kirmessymbol wird es also nicht sein.

Weitere Mitteilungen:

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Ich wünsche Ihnen allen ein angenehmes verlängertes Wochenende

Ihr
Stadtbürgermeister
Hans-Peter Döpgen