Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
Treppenanlage Friedhof Kaimt: Die Sanierung kann nun vorbereitet werden.
In unseren Nachrichten „… aus dem Rathaus“ vom 28. August 2026 hatte ich darüber berichtet, dass wir die sanierungsbedürftige Treppenanlage auf der linken Aufgangsseite zum Friedhof und zur Kirche in Kaimt grundlegend erneuern möchten.
Der Zustand der Treppe macht eine umfassende Sanierung notwendig. Eine einfache Ausbesserung durch unsere städtischen Mitarbeiter reicht hier leider nicht mehr aus.
Inzwischen hat die Kommunalaufsicht unsere Haushaltssatzung genehmigt. Damit stehen nun auch die von der Stadt für die Sanierung eingeplanten finanziellen Mittel zur Verfügung und wir können das weitere Verfahren auf den Weg bringen.
Die Verbandsgemeindeverwaltung Zell wurde von uns beauftragt, die Ausschreibung der Bauarbeiten vorzubereiten. Anschließend werden die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Nach Eingang und Prüfung der Angebote kann der Stadtrat den Auftrag entsprechend den vergaberechtlichen Vorgaben vergeben.
Natürlich würden wir die Arbeiten gerne möglichst schnell beginnen. Als Kommune sind wir jedoch verpflichtet, bei solchen Baumaßnahmen ein geregeltes Ausschreibungs- und Vergabeverfahren einzuhalten. Dieses Verfahren benötigt etwas Zeit, stellt aber sicher, dass die Angebote vergleichbar sind und mit öffentlichen Geldern verantwortungsvoll und transparent umgegangen wird.
Wir bitten deshalb um Verständnis, dass zwischen der Bereitstellung der Haushaltsmittel und dem tatsächlichen Baubeginn noch einige notwendige Schritte liegen. Wichtig ist aber: Die Sanierung ist auf dem Weg. Unser Ziel bleibt, die Treppenanlage wieder dauerhaft sicher und ordentlich herzurichten.
Öffentliche Toilettenanlage in Kaimt: Wir arbeiten an einer guten und bezahlbaren Lösung
Auch die geplante öffentliche Toilettenanlage in unserem Stadtteil Kaimt ist weiterhin auf dem Weg. Als möglichen Standort haben wir zunächst den Bereich des Festplatzes ins Auge gefasst. Um zu klären, wie eine solche Anlage dort sinnvoll umgesetzt werden kann und mit welchen Kosten zu rechnen ist, haben wir einen Architekten mit einer ersten Planung und Kosteneinschätzung beauftragt.
Das Ergebnis hat allerdings gezeigt, dass die zunächst betrachtete Lösung eine erhebliche sechsstellige Investition erfordern würde. Eine Größenordnung, bei der wir als Stadt genau hinschauen müssen. Deshalb prüfen wir derzeit, ob und wie sich eine funktionale, dauerhafte und zugleich deutlich kostengünstigere Lösung verwirklichen lässt.
Eine besondere Herausforderung ist dabei die Lage unmittelbar an der Mosel. Der vorgesehene Bereich liegt im Hochwassergebiet. Eine Toilettenanlage muss deshalb so geplant und gebaut werden, dass sie den besonderen Anforderungen an diesem Standort gerecht wird. Was auf den ersten Blick nach einem vergleichsweise einfachen Bauvorhaben aussieht, wird dadurch technisch aufwendiger und leider auch teurer.
Gleichzeitig wollen wir die Toilettenanlage nicht losgelöst von der weiteren Entwicklung des Kaimter Moselufers betrachten. Sie soll deshalb auch Bestandteil der anstehenden Gesamtplanung für diesen Bereich werden. So können Standort, Gestaltung und Nutzung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Bei einer Investition in dieser Größenordnung sind wir außerdem verpflichtet, sorgfältig zu prüfen, welche Fördermöglichkeiten für die Stadt bestehen. Denkbar sind beispielsweise Fördermittel aus der Dorferneuerung, dem Investitionsstock des Landes oder aus anderen geeigneten Förderprogrammen. Jeder Euro an Förderung, den wir erhalten können, entlastet letztlich den städtischen Haushalt.
Allerdings braucht auch dieser Weg Zeit. Förderanträge müssen vorbereitet, eingereicht und geprüft werden. Besonders wichtig: Mit einer geförderten Maßnahme darf die Stadt in aller Regel nicht beginnen, bevor die entsprechende Bewilligung oder eine Genehmigung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn vorliegt. Ein voreiliger Baubeginn könnte dazu führen, dass mögliche Fördermittel verloren gehen.
Wir wissen, dass eine öffentliche Toilettenanlage in Kaimt gewünscht wird und sinnvoll ist. Deshalb verfolgen wir das Vorhaben weiter. Unser Ziel ist eine Lösung, die praktikabel, hochwassertauglich, finanzierbar und langfristig sinnvoll ist – auch wenn der Weg dorthin etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Wir sind zuversichtlich, dass sowohl die Treppenanlage am Friedhof als auch die Toilettenfrage zeitnah erfolgreich abgeschlossen werden können.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine angenehme Woche
Ihr
Stadtbürgermeister
Hans-Peter Döpgen